TROCKENBAU

INHALTSVERZEICHNIS TROCKENBAUARBEITEN

TROCKENBAUARBEITEN VOM FACHBETRIEB

In modern gestalteten Gebäuden sollten Räume sich ändernden Anforderungen angleichen können. Dank Trockenbau-Lösungen ist dies in privaten sowie auch in Geschäftsräumen in einem hohen Maß an Flexibilität möglich. Die Funktionalität von Trockenbau-Elementen im Bereich Raumaufteilung steht der herkömmlichen Wand in nichts nach. Ganz im Gegenteil.

Die Endprodukte aus Gipskartonplatten haben hervorragende Eigenschaften, wenn es um Wärmedämmung, Brandschutz oder Feuchtigkeitsschutz geht. Trockenbauwände  dämmen den Schall bei entsprechendem Aufbau ebenso effizient wie eine gemauerte Wand. Nach der Ausführung von Installationsarbeiten müssen Wandflächen nicht erst wieder aufwendig und durch Trocknungszeiten bedingt zeitintensive Arbeit verschlossen werden. Notwendige Installationsleitungen lassen sich problemlos in Ständerwände integrieren.

Gerne stellen wir Ihnen im folgenden einige Einsatzmöglichkeiten von Trockenbaulösungen vor, um Ihnen  eine Übersicht zu geben, ob Wand- und Deckenlösungen im Trockenbauverfahren für Ihr Vorhaben sinnvoll erscheinen.

Weitreichendere Informationen finden sie bei unserem Systempartner Rigips, welcher in sämtlichen relevanten Themenbereichen weitreichende Kompetenzen besitzt und verschiedenste, breit gefächerte  Lösungsansätze für die Umsetzung Ihrer Vorhaben bereitstellt.

BRANDSCHUTZ IM TROCKENBAU

Das Thema baulicher Brandschutz ist für Eigentümer und Nutzer von Räumlichkeiten von bedeutender Wichtigkeit. Wie in so vielen Bereichen des Lebens wahrt Unwissenheit vor nicht Strafe. Kommen Personen durch unsachgemäße Nutzung ohne Berücksichtigung geltender baulicher Brandschutzbestimmungen zu Schaden, so kann dies nicht nur persönlich durch das Bewusstsein des fahrlässigen Handelns zur Belastung werden sondern auch finanziell teuer zu stehen kommen, wenn jemand im Brandfall schwer verletzt wird oder sogar sein Leben verliert. 

Brandschutzelemente wie Wände und Decken sollten stets nur von geschulten und zertifizierten Unternehmen erstellt werden. Vom reinen Aufbau, über die fachlich korrekte Verarbeitung der Materialien bis hin zu Kleinigkeiten wie z.B. Kabeldurchführungen oder fachgerechte Anschlüsse von Wänden und Decken an bestehende Bauwerksteile des Gebäudes gibt es eine Menge Details zu beachten, die im Brandfall über Leben und Tod entscheiden können. Erstellen Sie niemals eigenverantwortlich von Behörden in Form der baulichen Auflagen die aus einem Bauantrag resultieren geforderte Elemente!

BRANDWÄNDE (BW)

Schon längst spielen Brandschutzwände nicht mehr nur in öffentlichen Einrichtungen und gewerblich genutzten Immobilien eine immer größer werdende Rolle. Auch im privaten Bereich gibt es immer strengere Auflagen beim Thema Brandschutz. 

Angenommen Sie wollen die Fläche eines Dachbodens als Wohnraum nutzen, so ist dies zumindest im Bereich zu vermietender Immobilien im Falle der Umnutzung und Umgestaltung ein aktuelles Thema. Gerade wer auf den Einsatz eines Architekten verzichtet, kann hier schnell an den Falschen geraten und böse Überraschungen erleben. Nicht nur, das ein Antrag auf Umnutzung in Wohnraum erforderlich ist, so muss dieser Bereich auch brandschutztechnisch angemessen vom Rest des Hauses abgeschottet sein. Eine Trennwand mit der Feuerwiderstandsklasse F90 ist bereits hier der Regelfall. 

Auch müssen Fluchtwege in Form von ausreichend dimensionierten Fenstern und geeignete Rauchabzüge im Bereich des Treppenhauses verfügbar sein.

SELBSTSTÄNDIGE BRANDSCHUTZDECKEN (SD)

Selbstständige Brandschutzdecken kommen zum Beispiel in Gebäuden zum Einsatz, in denen im Erdgeschoss eine gewerblich genutzte Fläche mit darüber liegenden Wohneinheiten betrieben wird. Auch hier gibt es ganz klare Regelungen, welche Brandschutzvorgaben zu erfüllen sind. 

Ist das Gebäude massiv errichtet und verfügt über Geschossdecken, welche aus Beton gegossen sind, ist es eher unproblematisch und man hat prinzipiell  keine großen Besonderheiten zu beachten. Hingegen in einem Altbau, in welchem die Decken aus Balken, Bodendielen und auf der Unterseite  alte Spalierdecken montiert sein, so gestaltet sich der Sachverhalt schon anders und es ist aller Warscheinlichkeit nach erforderlich, eine entsprechende Zwischendecke mit den zu erfüllenden Brandschutzanforderungen einzubauen. Und auch hier gibt es wieder kleine aber feine Unterschiede wie die einseitige oder beiderseitige brandschutztechnische Belastbarkeit. Wenn beim einen Gebäude eine Zwischendecke ausreicht, welche nur nach unten gewandt Anforderungen der Klasse F90 erfüllen muss, kann in einem anderen Gebäude je nach Nutzung und Aufbau des Baukörpers ebenfalls eine Brandabschottung durch eine Decke mit den Anforderungen der Klasse  F90 nach oben und untern erforderlich sein.

UNSERE QUALIFIKATIONEN BRANDSCHUTZ IM HOCHBAU

Als langjährigerige Verarbeiter von Trockenbaumaterialien der Firma Rigips Saint Gobain halten wir uns selbstverständlich durch die hausinternen Schulungen stets auf dem Stand der Technik und setzen bei Bedarf gemeinsam mit Hilfe der technischen Berater und Planer der Firma Rigips Brandschutzlösungen im privaten und kleingewerblichen Rahmen um.

SCHALLSCHUTZ

Seit 2009 sind auch im Bereich des Schallschutzes im Hochbau in der nationalen Schallschutznorm DIN 4109 festgeschrieben, welche Mindestanforderungen an Wände und Decken beim Thema Schallschutz erforderlich sind. Diese Richtwerte sind zum Beispiel bei der Errichtung von Trennwänden zum Beispiel in Arztpraxen, oder Räumen in welchen therapeutische oder vertrauliche Gespräche geführt werden, einzuhalten und bereits in der Planung zu berücksichtigen.

In Punkto Schallschutz können es die in den Hohlräumen gedämmten Ständerwände dank mineralischer Dämmstoffe und speziellen Schallschutzplatten mit klassisch gemauerten Wänden durchaus aufnehmen. Den Anforderungen die raumübergreifende Übertragung von Lärm und hohen Geräuschpegeln zu verhindern bzw. diese effektiv nach den vorgegebenen Richtwerten zu verringern, werden Sie gerecht. Somit eignen sich die im Trockenbauverfahren erstellten Wände bestens für die Gestaltung von Wohn und Arbeitsräumen.

AKUSTIKDECKEN (AD)

In Büroräumen, medizinischen und vielen öffentlichen  Einrichtungen aus dem Gesundheitsbereich kommen oft sogenannte Systemdecken zum Einsatz. Ebenfalls zu finden sind diese in so gut wie jedem Supermarkt. Die Vorteile ein verbesserten Raumakustik aber auch die vereinfachte Erreichbarkeit von Versorgungsleitungen oberhalb der Decke (Wasser, Strom, Lüftungsanlagen) machen Systeme wie die von Rigips oder auch Odenwalddecken so beliebt. Die Montage ist in kürzeren Zeitfenstern umsetzbar, als es bei Gipskartondecken der Fall ist. Spachtelarbeiten und Trocknungszeiten entfallen vollständig. Sollten die ins Trägersystem eingelassenen Platten einmal verschmutz sein, so können diese ohne großen Aufwand gewechselt werden. Auch bei der Ausleuchtung der Räumlichkeiten bist man im Vergleich zu Gipskartondecken klar im Vorteil, da die zu integrierenden Fertiglampen ohne großen Aufwand oder Beschädigung der Deckenfläche einfach versetz und beliebig positioniert oder auch erweitert werden können.

SCHALLSCHUTZDECKEN

In vielen Altbauten wurden statt massiver Betondecken seinerzeit Geschossdecken aus Balken, zur Unterseite mit Holzleisten und Lehmputz verkleidet,  zur Oberseite mit Holzdielen als Nutzboden bekleidet und im dazwischenliegenden Hohlraum mit Asche oder anderen Füllstoffen aufgefüllt. Jeder, der mal ein paar Tage in einem Altbau verbracht hat weiß, dass der Charme alter Decken mit Heizkosten aber auch der Geräuschkulisse aus der darüberliegenden Wohneinheit gepaart ist. Um hier ein wenig mehr „Privatsphäre“ zu ermöglichen, arbeiten wir bei abgehängten Decken im Gegensatz zur einfachen Montagedecke auch mit mehrlagigem Aufbau der Gipskartonplatten in Verbindung mit Glas- oder meistenfalls auch Steinwolle ab 100mm, um eine Asorption des Schalls zu den oberhalb liegenden Wohnräumen zu schaffen.

SCHALLSCHUTZWÄNDE

Schallschutzwände können ebenso wie Schallschutzdecken unter Einsatz besonderer Gipsplatten erstellt werden. Aus dem Rigips System verwenden wir bei unseren Schallschutzwänden in der Regel „Die Harte“ (gelb) und „Die Blaue“ zur Beplankung des Ständerwerks. Je nach Anforderung können unterschiedliche Varianten der Schallschutzwand erstellt werden. Die Effektivität des Schallschutzes wird unter anderem bestimmt von der Menge der Lagen in der Beplankung und in der Wahl der Dämmstoffe. Ebenso wie die speziellen Gipskartonplatten eine höhere Materialdichte besitzen, gibt es auch Dämmstoffe mit unterschiedlichen Massegewichten und Materialdichten. Hier gilt: Höhere Dichte -> effektivere Schallabsorption. Des weiteren besteht bei Schallschutzwänden ebenso wie bei den regulären Metallständerwänden die Möglichkeit eine Doppelständerwand zu errichten. Hierbei werden zwei phasisch voneinander getrennte Unterkonstruktionen parallel zueinander erstellt.  

TRAGWERKSBEKLEIDUNGEN

VERKLEIDUNGEN FÜR STAHLTRÄGER

Im Bereich der Altbausanierung weichen oftmals alte Wände, damit große und barrierefreie Räume entstehen können. In der Regel wird bei Erstellung eines solchen Wanddurchbruchs bei tragenden Bauwerksteilen je nach Breite des Durchbruchs und statischer Last den nach Anforderungen ein Stahlträger oder Betonsturz eingesetzt um die Last eventuell oberhalb befindlicher Geschosse und des Daches abzufangen. Im Trockenbauverfahren gibt es je nach Begebenheit der Situation mehrere verschiedene Lösungsmöglichkeiten, um diese unschönen Träger auf ästhetische und effiziente Weise zu verkleiden. 

VERKLEIDUNGEN FÜR HOLZBALKEN

Ebenfalls in Häusern älterer Generationen kamen je nach Bauweise Holzbalken zum Einsatz. Eben solche Quer- oder Stützbalken lassen sich effektiv und sauber im Trockenbauverfahren verkleiden. Somit wird ein einheitliches Bild erreicht und  optisch störende Stützelemente  an das im Zuge einer Renovierung oder Sanierung entstehende moderne Raumbild angepasst.

TROCKENBAUWÄNDE

EINBRUCHHEMMENDE WÄNDE (EW)

Raum-im-Raum-Systeme wie Sie zum Beispiel in Gewerbehallen zur Unterteilung klimatisch unabhängiger Bereiche Anwendung finden, aber auch Bereiche innerhalb Ihrer Räumlichkeiten in normalen Gebäuden, in den Sie wertvolle Gegenstände oder sensible Daten aufbewahren wollen oder auch müssen,  sind durch die Errichtung einbruchhemmender Wände hervorragend vor Zugriffen Dritter geschützt. Die Verwendung von besonders harten Gipskartonplatten mit höheren Materialdichten oder auch die optionale Integration von Stahltafeln als Zwischenlage der einzelnen Lagen verbauter Gipskartonplatten bieten einen optimalen Schutz vor vermeintlichen Bedrohungen.

Natürlich ist eine Trockenbauwand kein Ersatz für einen Tresorraum. Doch der zu betreibende Aufwand unter Zuhilfenahme von schweren Werkzeugen erschwert den Zugang ebenso effektiv wie eine gemauerte Innenwand.

INSTALLATIONSWÄNDE (IW)

Bei der Gestaltung moderner Bad- und Sanitärräume kommen heutzutage in der Regel aus rationellen Gründen sogenannte Vorwandelemente zum Einsatz, die oftmals darüber hinaus die Möglichkeit bieten, praktische Ablageflächen zu schaffen. Im Zuge des Neubaus oder einer solchen Sanierung gehört es zu unseren Aufgaben diese Vorwandelemente und gegebenenfalls erforderliche Zu- und Abwasserleitungen zu verkleiden , deren Verlegung aufgrund statischer Richtlinien nur auf und nicht unter der Putzoberfläche der Wand möglich ist.

METALL STÄNDERWÄNDE (MW)

Moderne Raumkonzepte sind ohne innovative Trennwandsysteme undenkbar. Diese müssen nicht zwingend auf Raumhöhe geführt werden und können zugleich als Installations- und Montagewände der Aufnahme von funktionalen Elementen dienen. Mit geraden, geschwungenen oder anderweitig geformten Flächen werden sie von uns als feste Ständerwände mit zweckgemäßer Dämmung und sofern technisch erforderlich mit einer Dampfbremse versehen montiert.

SCHACHTWÄNDE (SW)

Schachtwände sind häufig in modernen Neubauten von größeren Mehrfamilienhäusern oder Wohneinrichtungen und Geschäftsgebäuden zu finden. Hier werden seitens der Planer und Architekten Nischen vorgesehen, die den notwendigen Platz für alle erforderlichen Versorgungsleitungen bieten. In der Regel werden diese Nischen im Anschluss an die Rohinstallation im Trockenbauverfahren verkleidet und je nach Bedarf mit entsprechenden Revisionsklappen zur Öffnung versehen um im Schadensfall oder zu Wartungszwecken schnell und unproblematisch an betroffene Stellen gelangen zu können.

WANDBEKLEIDUNGEN / TROCKENPUTZ (WB)

Bereits in Häusern der etwas älteren Generation wurden zum einen aus Kostengründen zum anderen aufgrund der nicht vorhanden Trocknungszeiten rohe Mauerwerke einfach unter Verwendung von Gipsplatten und Ansetzbinder, einem speziellen gipsbasiertem Kleber verkleidet, um gerade Wandoberflächen mit geringstmöglichem Materialeinsatz und Wandaufbau zu erzielen. Auch heute wird diese Technik noch gern in Sanitärräumen verwendet. In Wohnräumen ist prinzipiell von der Verwendung von Trockenputz abzuraten, wenn dies nicht zwangsläufig aufgrund mangelnder Zeit notwendig ist. Da in Wohnräumen häufig auch schwere Schränke oder Fernseher auf den Wandflächen Verschraubt werden müssen, ist diese Bauart eher ungünstig. Aufgrund des zwischen Gipsplatte und Mauerwerk entstehenden Hohlraumes, halten Trockenputze leider nicht allzu hohen punktuellen Belastungen stand. 

VORSATZSCHALEN (VS)

Eine Alternative zum Trockenputz in Wohnräumen, zum Beispiel beim Ausbau von Kellerräumen um diese als Hobbykeller, Wellnessbereich oder auch wertigen Vorrats- und Abstellraum nutzen zu können oder auch zur Verkleidung der Giebelwände im Zuge eines Dachgeschossausbaus bieten die sogenannten Vorsatzschalen. Je nach Erfordernissen und baulichen Begebenheiten erfolgt die Montage einer einfachen Ständerkonstruktion von 50mm – 100mm mit anschließender Ausdämmung der entstehenden Gefache mit Glas- oder Steinwolle. In der Regel werden Vorsatzschalen mit einer zweifachen Beplankung erstellt, um eine höhere Belastbarkeit der Wandflächen gewährleisten zu können. Bei höheren Anforderungen können auch hier Sonderplatten wie „Die Gelbe“, „Die Blaue“ oder Plattem aus dem Rigips Habito System zum Einsatz kommen. Bei normalen Beanspruchungen reichen jedoch die normalen Standardplatten voll und ganz aus.

TROCKENBAUDECKEN

MONTAGEDECKEN (MD)

Sogenannte Montagedecken, oder auch einfach ausgedrückt abgehängte Decken, kommen gleichermaßen in Alt- und Neubau zum Einsatz. Wer im bestehenden Altbauten durch Raumhöhenreduzierung Heizkosten einsparen will, oder durch den Einsatz von Einbaustrahlern und indirekter Beleuchtung durch Lichvouten ein modernes Ambiente schaffen möchte, dem bieten Trockenbaudecken mit Metallständerprofilen und Gipskartonplatten eine moderne Alternative zu alten Holzpaneeldecken oder schiefen Spalierdecken, die sich möglicherweise schon Wölbungen aufweisen. Ebenso lassen sich auch Schallreduktionen durch die Montage einer Unterdecke in oftmals hellhörigen Altbauten erreichen, welche zur Vermietung an unterschiedliche Parteien bestimmt sind. In Neubauten sind abgehängte Decken eine willkommene Lösung für die Verdeckung von Installationsleitungen, seien es Strom- oder Wasserleitungen, aber auch Lüftungsanlagen mit Wärmetauscher, wie Sie bei der Errichtung moderner Niedrigenergiehäuser zum Einsatz kommen. Wenn die entsprechenden Leitungen für eine solche Lüftung nicht bereits in der Betonplatte integriert sind, lassen sich nachträglich verbaute Anlagen auf diese Weise wunderbar verstecken.